Wer sind Wir

Islamische Gemeinde Essen-Kupferdreh und Umgebung e.V.

Kupferdreherstr. 188/188a

45257 Essen

 

Hauptfelder der Gemeindearbeit

  1. Einleitung
  2. Religiöse Betreuung
  3. Frauenarbeit
  4. Jugendarbeit
  5. Seniorenarbeit
  6. Dialog im Stadtteil
  7. Bildung
  8. Sport
  9. Aktivitäten
  10. Sonstiges

 

 

       1. Einleitung

 

Die Moschee im Haus an der Kupferdreherstr. 188a in Kupferdreh besteht seit der Mitte 1970-er Jahre. Damals haben sich ein Handvoll Migranten Türkischer Herkunft die Räume in diesem Haus als Gebetsraum eingerichtet. Es war der Wunsch dieser Muslime, ihre Hauptgebete gemeinsam zu verrichten; ganz besonders war es wichtig für das Freitagsgebet.

Es bestand nach und nach der Wunsch, die Türe der Moschee auch den Frauen zu öffnen, weil es enorm wichtig war, dass auch sie den Islam durch Vorbeter/Theologen gepredigt bekommen.

In den 1980-er Jahren kamen auch die Kinder der ersten Generation in die Moschee, um Islamische Regeln und Gebetsritualen zu erlernen. Dies war der einzige Ort, an dem alle eine religiöse Betreuung erhielten.

Der Wunsch der muslimischen Familien im Essener Süden, eine qualitative und gesellschaftsoffene Betreuung in ihrer Religion zu erhalten, machte eine räumliche Neuordnung in der Moschee erforderlich.

So wurden Mitte der 1990-er Jahre die Häuser Kupferdreherstr. 188 (Hauptgebäude) und 188a (Hinterhof) erworben und wurden zum Eigentum der Gemeinde. Von da an, ist sie in der Lage, eine flächendeckende Gemeindearbeit zu leisten.

 

Die Gemeinde ist seit der Urwahl zum Ausländerbeirat im Jahre 1987 im heutigen Integrationsrat aktiv vertreten.

Sie ist Gründungsmitglied des Essener Verbundes der Immigrantenvereine e.V. www.immigrantenverbund.de (ein Vertretungsgremium, heute von über 70 Migrantenvereinen in Essen und Kooperationspartner der Stadt Essen) im Jahre 2000, sowie Gründungsmitglied der Kommission Islam und Moscheen in Essen, www.islam-in-essen.de (Vertretungsgremium der Moscheen in Essen) im Jahre 2008.

 

Die Islamische Gemeinde in Essen-Kupferdreh und Umgebung e.V. ist, als ihre Eigenschaft die einzige Moschee im Essener Süden zu sein, die Anlaufstelle aller Muslime, unabhängig von ihrer Herkunft. Sie ist politisch neutral und gehört zu keinem Dachverband an.

Sie hat Zurzeit ca. 60 aktive Mitglieder.

 

 

       2. Religiöse Betreuung

 

Der Imam/Religionsbeauftragter ist in der Regel ein hauptamtlicher Vorbeter in der Moschee. Er betet den Moschee-Besuchern zum Gebet (fünf Mal am Tag: eine Stunde vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, abends unmittelbar nach Sonnenuntergang und Spätabend, ca. 1,5 Stunden nach dem Sonnenuntergang) vor.

Außerdem sind Freitagsgebete (statt Mittagsgebet am Freitag) und zwei Mal Festgebete im Jahr (zum Ende der Fastenzeit Ramadan und 70 Tage danach zum Opferfest, jeweils 45 Minuten nach dem Sonnenaufgang) fester Bestandteil seiner Aufgaben.

Ebenso die Koranrezitation an den Vormittagen im Monat Ramadan.

 

Er muss den Kindern das Lesen im Koran und die Gebetssuren beibringen und Gebetsritualen erklären. An Wochenenden und Feiertagen erklärt er den Moschee-Besuchern die Islamischen Regeln und Predigt aus dem Koran und aus dem Leben des Propheten Mohamed (sav) sowie aus dem seiner Gefolgschaft.

 

Die Frequentierung des Moschee-Besuchs sieht aus:

   - Ein paar Mitbeter jeweils zum Morgensgebet, Mittagsgebet, Nachmittagsgebet, Spätabendsgebet

   - Ein paar mehr Mitbeter zum Abendsgebet

   - Ein paar mehr Mitbeter an den Sonn- und Feiertagen zu allen Gebetszeiten, außer morgens und Spätabend.

   - Besonders intensiv an Freitagsgebeten (20 Teilnehmer)

   - Ganz besonders intensiv zu den beiden Festgebeten im Jahr, wenn sie auf das Wochenende oder auf die gesetzlichen Feiertage fallen.

 

 

       3. Frauenarbeit

 

Die Frauenarbeit hat seit der 1980-er Jahren stets an mehr Intensität erhalten. Ohne das Engagement der Frauen, ist heute eine „lebendige“ Moschee undenkbar.

Immer, wenn eine Veranstaltung durchgeführt wird oder die regelmäßige Teilnahme der Kinder am „Religionsunterricht“ in der Moschee auf der Tagesordnung steht, ist die Frauenabteilung die tragende Stütze. Die Zubereitung der Speisen, Sauberkeit der Räumlichkeiten und Bildungserfolge der Kinder, werden von der Frauenabteilung organisiert und gepflegt.

Deshalb hat die Frauenabteilung großen Einfluss auf die Vorstands-/Gemeindearbeit. Sie kommen in der Regel einmal in der Woche in der Moschee zusammen und planen die anliegenden Arbeiten und vorliegenden Aufgaben.

Hier wird Erfahrungs-/Gedankenaustausch gepflegt zu den aktuellen Themen, wie Gemeindearbeit, Kindergärten, Schulen, Dialog mit Gemeinden im Stadtteil, etc.

In der letzten Zeit hat sich eine Mädchengruppe gebildet, die Dialoge mit den Einrichtungen der Kommune zu den Themen, u.a: Bildung und Beruf, sowie Integration (Bildungserfolge erhöhen, Ausbildungsplätze, Dialog mit Kindergärten, Schulen und Nachbarn…) intensivieren will.

 

 

       4. Jugendarbeit

 

Die Jugendarbeit beinhaltet Angebote für Jugendliche, um sie über die Eltern an den Angeboten der Kommune und des Stadtteils zu interessieren.

Der Sport, insbesondere der Fußball steht bei ihnen im Fokus.

Deshalb hat sich ein „Türkischer Verein für Sport und Kultur“ gegründet, der in einen Kupferdreher Fußballverein integriert war. Mittlerweile spielen die Jugendlichen bereits bei diesem und anderen Kupferdreher Fußballvereinen. Die Gemeinde bietet deshalb lediglich ein Fußballspiel in der Woche in einer Sporthalle in Überruhr an.

Die Jugendarbeit stellt sich als die schwerste Aufgabe der Gemeinde dar. Sie soll ihnen einen Raum schaffen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Es wird allerdings stets versucht, diese mit den Regelangeboten in Kupferdreh gemeinsam zu lösen. Die Gemeinde soll lediglich die Defizite und Bedürfnisse entdecken, die nicht gedeckt sind und diese dann weitertragen an die Verantwortlichen im Stadtteil.

Der derzeitige Vorstand, der selbst überwiegend aus den Jugendlichen besteht, ist ein Garant dafür, auf diesem Feld bald Erfolge zu verbuchen.

 

 

       5. Seniorenarbeit

 

Die erste und zweite Generation bilden den Hauptteil der Mitgliederschaft.

Sie wollen ihre Religionspflichten intensiver verrichten und kommen deshalb meistens in die Moschee, wenn sie nicht in der Türkei sind.

Sie brauchen einen Raum für den Aufenthalt zwischen den Gebetszeiten.

Dies macht sich insbesondere in der Winterzeit bemerkbar, in der die Phase zwischen den Gebetszeiten zum Teil nicht länger als eine Stunde beträgt.

Der Vorstand ist gewillt, über den Seniorenbeauftragten im Stadtteil/in der Stadt auch für diesen Klientel Angebote zu finden, die sie geistig und körperlich fit halten sollen.

Der Seniorenbeirat der Stadt thematisiert diese Problematik bereits.

Die Gemeinde hat wöchentliche Lauf- und Fahrradtouren in der Planung.

Vorträge und Gespräche mit Gesundheitsamt, sowie Sport- und Bäderbetriebe werden bald beginnen.

 

 

       6. Dialog im Stadtteil

 

Die Islamische Gemeinde in Essen-Kupferdreh hat, gemessen an ihren Kapazitäten, eine sehr gute Erfahrung auf diesem Feld.

Es sind u.a.:

   - Gemeinsames Fastenbrechen im Fastenmonat „Ramadan“ mit der Politik, den Kirchen, Schulen, Kindergärten, Polizei, Bürgerschaft, kommunalen Einrichtungen und der Gesellschaft…

   - Tag der offenen Moschee, jeweils am 03.10 des Jahres, der als Zeichen der Freude zur Deutschen Wiedervereinigung bundesweit durchgeführt wird.

   - Alljährliches Wohltätigkeitsbasar mitten im Stadtteil (Kupferdreher Markt)

   - Mit eigenem Stand vertreten an dem alljährlichen Stadtteilfest in Kupferdreh

   - Dialog mit Kirchen, Sportvereinen, Kindergärten, Schulen und der Politik

   - Intensiverer Dialog mit Nachbarn (in Arbeit)

   - Einrichtungen der Kommune

 

 

       7. Bildung

 

Die Bildung ist das Allerwichtigste der Gemeindearbeit.

Die religiöse Unterweisung der Kinder und Jugendlichen ist die Hauptpflicht von Imam.

Deutschkurse für die Mütter werden im Bedarfsfall sofort angeboten oder die interessierten werden weitergeleitet an die Institutionen, die sie ohnehin anbieten.

Hausaufgabenbetreuung, sofern die Kinder nicht einer Ganztagsschule angehören.

Die Frauenabteilung hat die Thematik Kindergarten und Schule stets auf ihrer Tagesordnung. Es werden von Eltern der Kinder, die Kindergarten und/oder Schule besuchen, Erfahrungsberichte vorgetragen. Das Ziel sind die gleichen Bildungschancen und Bildungserfolge der Kinder.

Gespräche mit Bildungseinrichtungen stehen im Fokus; auch ziel- und themenorientierte Vorträge aus den Institutionen und Einrichtungen zu den Themen: Schulabschlüsse, Ausbildungsplätze, Studium und Einstieg in den Beruf sind unverzichtbar.

 

 

       8. Sport

 

Hier gilt, neben der sinnvollen Freizeitgestaltung, die geistige und körperliche Fitness.

Gymnastik für Frauen, Fußball für Jugendliche und Lauf-/Fahrradtouren für Senioren.

Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche werden empfohlen. Auch das Schwimmen der Erwachsenen wird angestrebt.

 

 

       9. Aktivitäten

 

Ergänzend zu der vorgenannten strukturellen Arbeit der Gemeinde, ist zu erwähnen, dass der Vorstand beschlossen hat, einen Arbeitskreis, AK zur „Öffentlichkeitsarbeit, PR“ ins Leben zu rufen.

Der AK soll die inhaltliche Arbeit und die Ziele der Islamischen Gemeinde transparent machen und stets das Umfeld darüber informieren.

Im Gegenzug sollen die Angebote im Stadtteil, aber auch in der Stadt, in die Gemeindearbeit hineinfließen. Im Rahmen von Dialog- und Gesprächsforen sollen alle Muslime im Essener Süden über aktuellen Stand und Entwicklungen informiert werden.

Diese Aktivitäten sollen öffentlich und für alle im Stadtteil zugänglich sein.

 

 

       10. Sonstiges

 

Wir leben in dieser Gesellschaft über mehrere Generationen. Viele von uns sind mittlerweile eingebürgert oder wurden hier geboren und haben seit Geburt die Deutsche Staatsbürgerschaft.

 

Wir sind aufgefordert an die Teilhabe im öffentlichen Leben. Es darf mittlerweile keine „WIR“ und „IHR“ geben. Wir gehören alle zusammen. Wir haben den Willen und das Ziel, an dem friedlichen Zusammenleben in der Nachbarschaft mitzuwirken.

 

 

Die Islamische Gemeinde Essen-Kupferdreh und Umgebung erklärt sich uneingeschränkt:

   - zur Deutschen Verfassung

   - zur freiheitlich demokratischen Grundordnung

   - zur Deutschen Sprache als die gemeinsame Sprache und

   - zur Herkunftssprache im Sinne der Mehrsprachigkeit

 

 

Die Islamische Gemeinde Essen-Kupferdreh und Umgebung ist uneingeschränkt:

 

GEGEN

   - Rassismus, Extremismus, Gewalt, Schüren von Angst und Hass, Fanatismus, Respektlosigkeit und Unfrieden

 

FÜR

   - Respekt, Toleranz, Dialog, Integration, Frieden und Menschlichkeit

   - Nachbarschaft:

 

Unser Prophet Mohamed (sav) hat über die Pflichten und Rechte der Nachbarn untereinander soviel erzählt, so dass die Muslime anfangs glaubten, dass die Nachbarn sich gegenseitig beerben würden; als ein Vers von Allah zu ihm kam, zu verkünden, dass die Verwandten bei der Erbschaft zuerst zu berücksichtigen sind, herrschte die Klarheit darüber.

 

Er sagte:

Ein wahrer Muslim ist der, über den die Nachbarn im Umkreis von 40 Häusern sagen können, er sei ein guter Mensch.

Deshalb ist jeder Muslim gehalten, mit seinen Nachbarn im guten Umgang zu leben. Ansonsten hat er verloren!

 

Dieser Tatbestand wird vom Imam der Moschee bei jeder Predigt angemahnt, dass die Muslime zu ihren Nachbarn gutes Verhältnis pflegen müssen.

Aus diesem Grund bitten wir die Nachbarn uns Feedback zu geben, damit wir wissen, woran wir sind und ggf. Korrekturen vornehmen können.

Helfen Sie uns bitte, den Weisungen unseres Propheten Mohamed (sav) folgen zu können.

 

 

Islamische Gemeinde Essen-Kupferdreh und Umgebung e.V.

-Vorstand-